Die Rauhnächte  – „Das, was geht“ mit Meditation
Die Rauhnächte – „Das, was geht“ mit Meditation

Das, was geht – 25. bis 31. Dezember

Das Jahr 2018 mit vielen schönen, anstrengenden, lustigen und emotional bewegenden Momenten geht zu Ende. Wie jedes Jahr habe ich mir auch in diesem Jahr vorgenommen, die Rauhnächte zu zelebrieren. Mir geht es da wie vielen anderen auch, dass mir häufig die Zeit vorher fehlt, mich richtig darauf vorzubereiten oder mich darauf einzustimmen oder eben auch an jedem Tag die Zeit für mich zu nehmen, um die täglichen Rituale durchzuführen. Auch fehlt mir häufig die Muße, täglich Tagebuch oder Listen zu schreiben.

In diesem Jahr habe ich den Stress für mich herausgenommen. Ich habe die Zeit der Rauhnächte in zwei Teile geteilt, „das, was geht“ in die Tage vom 25. bis zum 31.12.2018 und „das, was kommt“ in die Tage vom 01. bis 06.01.2019. Nun kann ich mir ganz gemütlich Zeit nehmen, meine Rituale, Meditationen und Listen zu zelebrieren so wie ich Zeit habe – ohne Zwang und Druck. Vielleicht hast du ja Lust, mitzumachen. Ich gebe euch gerne ein paar Anleitung.

Was sind die Rauhnächte überhaupt?

In den meisten frühen Kulturen haben sich die Menschen in der Zeitmessung an dem Mond orientiert. Diese Orientierung an der weiblichen Mondin wurde irgendwann von dem männlichen System der Sonne abgelöst. Der Zeitverlauf der Mondin hat allerdings einen halben Mondzyklus weniger. Um in der Übergangszeit sinnvoll mit beiden Systemen umgehen zu können, hing man diese überzähligen Tage einfach als eine Zeit außerhalb der Zeit an die Mondmonate an. Daraus entstanden die Rauhnächte. In alten Überlieferungen heißt es, dass die Tore zur Anderswelt weit offenstehen und die Geister über die Erde fegen. Vor allem die guten Geister kann man in dieser Zeit, um Rat und Unterstützung bitten.

Mit der Wintersonnenwende am 21. Dezember haben wir die längste Nacht im Jahreskreis gefeiert. Für einige beginnen die 12 Rauhnächte schon dann, für einige andere erst in der Nacht vom 24. auf den 25. Dezember. Die nun folgenden Tage sind noch nicht spürbar länger und zumeist bitterkalt. Von allen spirituellen Hintergründen einmal abgesehen, dürfen wir diese Zeit für uns nutzen, um Rückschau zu halten und das Neue Willkommen zu heißen.

Die Natur hat sich ganz in sich zurückgezogen. Es ist ganz still, wenn wir nun einen Spaziergang an einem winterklaren Tag machen. Die Natur macht es uns vor. Alle Energien sind auf Sparflamme geschaltet, um Kräfte zu sparen und neue Energie aufzubauen, um dann im kommenden Frühjahr mit voller Kraft wieder zum Leben zu erwachen.

Zumeist ist es uns nicht möglich, die kompletten Winterwochen Rückzug zu halten. Die 12 Tage zwischen den Jahren können dennoch die meisten von uns für sich nutzen. Ich selbst mache jeden Tag einen Spaziergang, um den Spirit der Natur aufzunehmen und mich inspirieren zu lassen, mal alles ganz langsam zu machen. Ich erde mich besonders gut, um in die Verbindung mit Mutter Erde zu gehen und Kraft zu tanken. Außerdem ist der Kontakt mit unseren Ahnen in den Rauhnächten besonders intensiv, wenn wir ihn wünschen. Dafür ist eine Verbindung über unsere Wurzeln notwendig. Sie stehen für unsere Verbindung mit der Erde, mit unseren Ahnen. Wenn Ihr mögt könnt ihr als Unterstützung für eure Erdung und das Krafttranken die 6-Minuten-Meditation von mir nutzen.

Meditation zur Erdung und Energieaufladung in den Rauhnächten
von Birgit Haufer
Meditation Erdung und Kraft tanken

Außerdem nehme ich mir die Zeit in aller Ruhe mit meinen Karten zu arbeiten. Das macht auch schon meinem Sohn (7) riesigen Spaß. Wir befragen die Drachen, die Engel oder auch die Krafttiere. Es ist erstaunlich, wie inspirierend die Interpretationen ausfallen. Es ist für ihn so selbstverständlich, ohne vorheriges Einschalten des Kopfes eine Lösung in den Karten zu erkennen. Das ist für mich ein Wunsch auf meiner Liste für nächstes Jahr: weiter von den Kindern zu lernen. :o)

“Danke 2018”

Eine meiner liebsten Beschäftigungen ist eine Liste zu erstellen, die jeden Tag bis zum 31. Dezember länger wird mit der Überschrift „Danke 2018“. Auf diese Liste schreibe ich wirklich alles. Auch die Lernaufgaben, die in dem Moment, wo sie im vergangenen Jahr aufgetaucht sind, nicht wirklich schön bis absolut schrecklich waren. Diese Liste übergebe ich am Silvesterabend dem Feuer. Dazu gehe ich nach draußen. Ich bitte meine geistigen Begleiter aus dem göttlichen Licht und meine Ahnen zu mir. Ich bedanke mich bei Ihnen, dass sie bei mir sind. Ich bitte sie, alles zu durchtrennen, was nun keine Gültigkeit in meinem Leben mehr hat und verbrenne meine Liste in einem feuerfesten Gefäß. Die Asche lasse ich vom Wind mitnehmen.

Mit diesem kleinen Ritual verabschiede ich das alte Jahr. Gerne berichte ich euch in den nächsten Tagen, wie das Willkommen des Neuen Jahr bei mir zelebriert wird.

Herzliche Grüße und eine gesegnete Zeit

Birgit Haufer

1 Kommentar

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    von

    Heinz Mohl

    Veröffentlicht 31. Oktober 2019 3:56

    Toller Artikel. Vielen Dank.

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Ich war überrascht

 

Andreas Blech